Woher kommt das Böse in uns? Schattenbericht

Schadenfreude, Spott, Niedertracht und andere Gehässigkeiten. Ein Schattenbericht zum Thema das Böse in uns verstehen.

Wie können solche charakterlichen Tendenzen entstehen? Ist man einfach ein schlechter Mensch, wenn man solche Tendenzen in sich findet?

Eine Mitschrift der Erkenntnisse meiner inneren Transformationsreise zu diesem Thema.

Diese Erkenntnisse habe ich persönlich aus meiner eigenen individuellen Perspektive erlangt. Es ist eine Möglichkeit wie es dazu kommen kann, dass diese Verhaltensweisen entstehen können. Die im Anschluss erzählte Geschichte könnte auch anders ausgehen für den Hauptdarsteller. Ich habe die Schlussfolgerungen aber für mich so empfangen, damit ich es für mich verstehen kann. Ich teile es hier, da es ebenso hilfreich sein kann für andere. Ich habe nichts geändert an den Inhalten, ich habe die inneren Bilder so auf meiner Innenreise erhalten.

Mit folgenden Fragen bin ich auf eine Innenreise gegangen:

Wo kommen Gehässigkeit, Feindseligkeit, Niedertracht und toxische Verhaltensweisen im Allgemeinen her?

Wieso kann es sein, dass man so etwas überhaupt jemand anderem gegenüber zum Ausdruck bringen möchte?

Ist man einfach ein schlechter Mensch, wenn man solche Tendenzen in sich findet?

Innenreise zum Ursprung des Bösen

Meditative Innen- bzw. Visionsreise: Es kommt ein inneres Sinn-Bild einer Menschengruppe, die einer einzelnen Person gegenübersteht. Die Person steht erhöht auf einer Art Bühne. Es könnte im Mittelalter gewesen sein, so etwas ereignet sich aber zu jeder Zeit auf ähnliche Weise. Es könnte eine Schandmaske mit im Spiel sein oder ein Pranger, es könnte auch eine öffentliche Verhandlung sein. Es kann aber auch eine andere Situation sein, die die Energie dieses Bildes in sich trägt.

Die Person wird vorgeführt und öffentlich gedemütigt. Sie erhält keine Unterstützung und erfährt kein Mitleid von der Menschengruppe. Sie wird vom Kollektiv bloßgestellt, ausgelacht, verhöhnt und verspottet. Die Würde und das natürliche Recht auf Unversehrtheit dieser Person wird mit Füßen getreten. Die Person ist nicht in Sicherheit, sie wird eindeutig angegriffen. Die Person wirkt auf mich verletzlich und offen und aufgeschlossen. Das Ganze ist ihr zu viel, sie kann es nicht fassen was da geschieht. Die Situation ist komplett überfordernd und überwältigend. Sie erfährt ein grundlegendes und komplexes Trauma. Die Person erlebt auf sich projizierten Hass, Anfeindung und Ablehnung. Sie ist dem ausgesetzt und erhält keine Hilfe von anderen. Sie steht allein da und wird dort von einer Art Staatsgewalt festgehalten, sie ist in der Defensive. Es entsteht das Gefühl bei ihr, sie sei ganz allein auf der Welt und diese Situation wird für sie zur einzigen, absoluten Wahrheit über sich selbst und über andere.

Die Person ist zutiefst in ihrem Innersten geschockt über das Geschehen. Mein Körper beginnt zu zittern, als ich das miterlebe mit ihr. Da ist etwas im Innersten zerbrochen, da ist etwas kaputt gegangen, traumatisiert. Es ist wie sterben, ein psychischer und emotionaler Tod, es wird emotional etwas ganz taub, das Ganze ist unerträglich, existenzbedrohend und geht darüber hinaus. Es tötet, es ist das Schlimmste, das einem passieren kann, nicht geliebt und angenommen zu werden und Ablehnung zu erfahren von anderen dafür, wer man ist.

Wir sind im Kern Liebe und diese Liebe wurde in diesem Erlebnis nicht erwidert und nicht behutsam behandelt. Das Heiligste im Inneren das Liebe braucht, um zu gedeihen wurde in dieser Situation mit Füßen getreten.

Was geschieht nun im Inneren dieser Person?

Unaufgearbeitet kann dieses Trauma je nach Lebenssituation der betreffenden Person, ihrer psychischen Disposition, ihrem Temperament, ihrer Resilienz Fähigkeit, dem sozialen Umfeld und ihren Vorerfahrungen neben einer Posttraumatischen Belastungsstörung, Angstzuständen oder Depressionen auch dazu führen, dass sie in Folge selbst gewalttätige Verhaltensweisen entwickelt werden. Diese Variante wurde mir in dem inneren Bild offenbart. Ich vermute, dass mir dieses Bild einfach gezeigt wurde, um zu veranschaulichen, dass Menschen massive Gewalt erleben müssen, damit Anteile in ihnen entstehen, die zu so einer Form der Gewalt ebenso fähig sind. In der Innenreise wurde mir Trauma genannt, als Ursache für böse Verhaltensweisen in einem Menschen. Solche Trauma werden oft inkarnationsübergreifend abgespeichert und relevant.

Die Auswirkungen (Schattenanteile) solch schwerwiegender Traumata, werden, sofern sie nicht aufgearbeitet und integriert werden, inkarnationsübergreifend mitgenommen und mitunter solange kreativ zwischen Menschen hin und her reproduziert, bis sie dann in mühevoller Kleinstarbeit irgendwann alle wieder gesehen, mit Herz und Verstand begriffen und in Folge aufgelöst und geheilt wurden. Das verstehe ich auch unter dem Begriff Schattenarbeit.

Ebenso verhält es sich mit den Traumatisierungen, die wir uns selbst zuziehen, wenn wir anderen etwas schwerwiegendes antun. Wir werden in beiden Positionen, als Täter und Opfer traumatisiert und leiden inkarnationsübergreifend zum Beispiel auch an den psychischen Folgen davon.

Das Trauma des Protagonisten in meiner Geschichte, verursacht bei ihm das Bedürfnis nach der Rückerlangung von Kontrolle und Selbstwirksamkeit. Er möchte selbst tätig werden und nicht in der Position des Opfers sein. Er wurde zutiefst beschämt und entwertet und zum niemand gemacht vor einem geifernden Publikum. Panik, Derealisationsgefühle, Dissoziation schwenken um in Wut und Schmerz, und Wut und Schmerz schwenken dann schließlich um in Hass.

Hass auf Menschen im Allgemeinen, Hass auf bestimmte Menschen, Hass im Allgemeinen.  Dieser Hass entlädt sich üblicherweise in Folge gegenüber Schwächeren, weil da Macht ausgeübt werden kann.

Dieses Trauma kann in Folge (auch in weiteren Inkarnationen) zum Beispiel in Schadenfreude, Niedertracht, Feindseligkeit, Herablassung, Arroganz, Rassismus, Diskriminierung, Narzissmus, Sadismus oder Herrschsucht gegenüber anderen zum Ausdruck kommen. Aber auch in innerer Leere, Depression, Angstzuständen, Isolation, dem Gefühl nicht dazu zu gehören, etc.

Die Menschheitsgeschichte ist voll von solchen und noch schlimmeren Geschichten, sie ereignen sich nach wie vor im Schlagabtausch. In der Dualität ist all dies möglich.

Das tiefe seelische Trauma wurde bei der Person in der Geschichte zum Wunsch nach Rache.

Sie will von nun an in der starken Position sein. Sie hat den Glauben an das Gute in den Menschen und das Vertrauen zu ihnen verloren. Sie ist desillusioniert und aus „der Einheit“ gefallen. Das ist der Beginn des Glaubens einer Person an das Böse. Die Psyche wurde krank, destruktiv, arbeitet von nun an fehlerhaft, krankhaft.

Die Erkenntnis für mich ist, dass niemand schlecht ist, auch wenn er schlechtes tut. In seinem Kern ist er noch das Licht aber es haben sich oft viele, viele Schichten darübergelegt, so dass das Gute bei der betreffenden Person de facto nicht mehr da ist, bzw. sich nicht mehr zeigt, weil es so zugeschüttet ist.

Ich habe erkannt, es steht eine oft uralte, karmische Verletzung hinter bösartigem Verhalten, deren Schwere man mit Worten nicht beschreiben kann. Eine ursprüngliche Todesangst, es ist die Reaktion auf die Angst vor Auflösung der eigenen Existenz. Vielleicht ist es auch die Angst des Egos vor dem Tod.

Das Gute wurde ins Schlechte verkehrt, aus Liebe wurde Angst. Aus dem Schweben in der Einheit und der Liebe wurde das Verloren sein im Ego. Aus dem im Alleins Sein wurde das Alleinsein. Das Urtrauma von uns allen.

Das Böse ist auch eng gekoppelt an unerfüllte kindliche Bedürfnisse. Werden die Liebesspeicher von Kindern nicht richtig gefüllt, wird auch die Liebesfähigkeit eines Menschen sich nur teilweise entwickeln. Man wird auch an den Stellen leicht böse, wo die eigenen Eltern böse wurden und uns keine Liebe entgegengebracht haben. Destruktive Erziehungsmethoden werden oftmals ebenso weiter gegeben an die kommende Generation, hier ist viel Reflexion nötig.

Die Narzistische Persönlichkeitsstörung: die Mutter des Bösen

Nun werde ich noch tiefer gehen in der Betrachtung des Bösartigen im Menschen und wende mich der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung zu, die ich liebevoll Mutter des Bösen nennen möchte.

Narzissmus gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Typische Merkmale narzisstischer Personen sind: Selbstzentriertheit, Bedürfnis nach Bewunderung, manipulatives Verhalten, Ausbeutung anderer, empathieloses Verhalten, Gefühl von Grandiosität, sadistische Züge, Abwertung anderer, niedriges Selbstwertgefühl hinter dem überzogenen Ego.

Narzissten leben ihre bösen Anteile und haben wenig bis gar keine Bewusstheit darüber, dass sie damit im Unrecht sind. Ihnen fehlt dafür etwas. Oft hört man, es sei Empathie, dabei haben sie oftmals ein sehr gutes Gefühl für andere. Eigentlich fehlt ihnen die Fähigkeit, andere als Person wahrzunehmen, dort wo die anderen wahrnehmbar wären, ist Taubheit und sie sehen immer nur sich selbst. Außerdem ist ihr Gefühl für Unrecht nicht sehr stark ausgeprägt, sie holen sich was sie wollen, und übergehen dabei andere, weil sie die anderen nicht wirklich sehen und ihre eigenen Bedürfnisse für sie sowieso an erster Stelle stehen. Ihnen ist die Außenwirkung sehr wichtig, also wie sie wirken, weniger, wie sie wirklich sind. Narzissten erkennt man daran, dass sie gemein und abwertend sind. Sie bauen zweideutige und gemeine Sachen beim Sprechen ein. Man fühlt sich bei ihnen immer irgendwie ein wenig schlecht. Narzissmus hat so viele Gesichter und Ausprägungen aber gefährlich für die psychische Gesundheit ihrer Mitmenschen sind sie alle.

Was ist das Böse? Die absolute Verlorenheit im Ego.

Die absolute Verlorenheit im eigenen Ego und die völlige Abkapselung und das Abgetrennt sein von der Welt, von Lebendigkeit, echter Freude und anderen Lebewesen und Menschen, verstehe ich unter den Begriffen Soziopathie und Psychopathie, die extremen Ausprägungen des Narzissmus, die oft mit hochgradigem Sadismus einhergehen. Diese Form wird auch als maligner oder bösartiger Narzissmus bezeichnet. Menschen mit malignem Nsrzissmus sind das personifizierte Böse auf der Erde.

Bösartiger Narzissmus

Wenn ich zu diesen Themen hinsehe, fühlt es sich an, als ob eine solche Person mit dem Kopf in einer Box ist und darin nur sich selbst wahrnimmt, seine Vorstellungen, Ideen, Imaginationen, Erinnerungen, inneren Bilder und Gedanken.

Er fühlt seine körperlichen Empfindungen und mag diese auch, er ist überhaupt sehr triebgesteuert. Er lebt völlig aus den niederen Trieben und nimmt andere Menschen als puppenartige Subjekte wahr, die er für seine Unterhaltung und Bedürfnisse verwendet. Verwendet im Sinne von, so einsetzt wie es seinen Vorstellungen und Neigungen entspricht.

Ihre Existenz als eigenständiges, denkendes, fühlendes, beseeltes Wesen mit eigener Persönlichkeit erkennt er ihnen völlig ab bzw. nimmt er nicht wahr. Es besteht für ihn keine Fähigkeit, sie so wahrzunehmen und zu verstehen. Es wäre auch nichts, das ihn interessiert. Er genießt seine eigene Präsenz und fühlt sich leicht gestört und gereizt. Die Außenwelt ist nur seinetwegen da, und wird eher als Bühnenbild wahrgenommen, alles wirkt alles ein bisschen surreal.

Es gibt grundsätzlich keine moralischen Grenzen, sie machen für ihn keinen Sinn, es gibt nur Kalkül und eine notwendige Anpassung an eine Gesellschaft. Alles um diese Person herum, inklusive lebendiger Wesen und Menschen, existiert nur zur eigenen Unterhaltung. Der Geist ist oft sehr wach, hat eine gute Auffassungsgabe und ist intelligent. So ein Mensch ist immer auch ein Jäger oder Raubtier. Die Psyche arbeitet entartet und krankhaft.

Diese Personen sind das personifizierte Böse auf der Erde und sie sind hochgradig gefährlich. An ihrem Ort der Wahrnehmung oder in ihrer Realität ist die völlige Abwesenheit von Liebe, es gibt keinen Zugang dazu, dort ist Taubheit, es gibt keine Empathie, weil andere für sie nicht existieren, der Zugang dazu ist nicht da, es ist, als ob das Empathie Zentrum im Gehirn entfernt wurde. Stattdessen sind da Trieb, Bösartigkeit, potenzielle Gewaltbereitschaft, rohe, brachiale, brutale, unkontrollierte und wonnevolle Gewalt, Fantasien über die eigene Größe, Freude daran, anderen zu schaden. Der seelische Ort, an dem so ein Mensch ist, ist wie ein leeres, winziges, düsteres Zimmer, in dem nur ein Stuhl steht, auf welchem die Person sitzt, reizlos, lieblos, da ist nichts und niemand, nur diese Person.

Ich bin ein paar Mal bösen Menschen begegnet. Man spürt es, wenn von jemandem potenziell Gefahr ausgeht. Da heißt es cool bleiben und das Weite suchen. In Zeiten vom Kriegen, Ausnahmezuständen und totalitären Regimen deren Oberhäupte ebenso sind, kommen solche Personen gerne aus ihrer Reserve. Sie sehen alles, was sie umgibt als Spielfeld, Lebewesen zeigen für sie eher mechanisches Verhalten, dass in ihnen Triebe und Lustgefühle triggert.

Das Böse wird gesellschaftlich durchschaut

Man kann narzisstischen Menschen in unterschiedlicher Ausprägung aber auch im normalen Alltag begegnen, beim Bäcker, in der Arbeit, in der Familie. Wenn man sich in einer Beziehung mit so einem Menschen wieder findet, ist es wichtig, sich professionelle Hilfe zu suchen, es gibt erfahrene Gewaltschutzzentren, an die man sich mit diesem Thema wenden kann. Das Thema Narzissmus ist in den letzten Jahren in der breiten Öffentlichkeit generell mehr in den Fokus gerückt, die Menschen gehen Dank der sozialen Medien mit ihren negativen Erfahrungen mehr an die Öffentlichkeit und es wird gerade viel Wissen dargelegt zu diesem Thema. Diese Persönlichkeitsausprägung wird nun beleuchtet und entlarvt, die psychologischen Muster und schematischen, sich wiederholenden Verhaltensmuster dieser Personen dargestellt. Wenn die Thematik begriffen wurde, kann das Böse nicht mehr so leicht im Verborgenen praktizieren. Was mir jedoch noch fehlt, ist eine soziale Instanz, die diesen Personen eine natürliche Grenze vorsetzt. Derzeit ist es noch so, dass Personen mit dieser Persönlichkeit  Präsident und Staatsoberhaupt werden und Kriege führen können. Aufgrund ihrem Machtbestreben finden sich Personen diesen Types gerne in höheren Machtpositionen.

Wir müssen das Böse in uns annehmen und unsere ungeheilten Anteile heilen um uns davor zu schützen

Damit sich etwas verändern kann, wäre es meinem Gefühl nach nötig, das Böse im eigenen Inneren anzuerkennen, es nicht mehr von sich abzuspalten. Wenn es verteufelt wird, dann öffnet man ihm Tür und Tor. Das möchte ich weiter unten im Text noch weiter ausführen.

Es ist immer wichtig, auf die eigene Intuition und die körperlichen Signale zu hören im Umgang mit anderen. An dieser Stelle möchte ich einbringen, dass ich nicht glaube, dass Menschen deren Gehirn so gestrickt ist, in diesem Leben dazu bestimmt sind, ihre Störung zu überwinden. An diesem Punkt sind sie noch nicht in ihrer Entwicklung, sie möchten noch andere Erfahrungen machen. Ihre Aufgabe ist es im Moment anderen Menschen ihre ungeheilten inneren Anteile zu spiegeln. Und da sind wir auch schon bei der Lösung-  Die eigene Mühe sollte lieber in sich selbst investiert werden, denn wenn man die eigenen Wunden und dunklen Anteile in sich selbst heilt, dann werden einem das Außen und die Menschen denen man begegnet auf lange Sicht freundlicher gesinnt. Der Satz, der glaube ich von Jesus stammt, wie im innen, so im außen, trifft einfach zu, die Information im eigenen Feld wird aufgeräumt oder sozusagen gelöscht, man hat seine Themen integriert und folglich zieht man auch andere Menschen um Umstände an. Es werde Licht.

In uns allen sind böse Anteile

Jetzt die fancy news des Tages, bitte aufgepasst, in uns ALLEN sind ALLE menschlichen Abgründe und Tendenzen angelegt, die es gibt.

Je tiefer man schürft, oder je genauer man beginnt, sich kritisch selbst zu beobachten, umso mehr Material findet man. Empathen haben ja die Fähigkeit, unharmonische Tendenzen zu erfühlen, was sehr gut auch bei ihnen selbst funktioniert.

Es liegt meiner Einsicht nach einerseits daran, dass man, wenn man schon sehr oft inkarniert war, einfach schon sehr viel erlebt hat und dann auch schon ausgiebig als „Nachtschwärmer“ in der Dunkelheit unterwegs war und es wohl in der Natur der dualen Realitätserfahrung liegt, dass man mit allen Farben der Farbpallette und auch allen Grautönen bis hin zur Farbe schwarz konfrontiert ist.

Auf der anderen Seite vermute ich, dass Tag und Nacht grundsätzlich in uns angelegt sind. Unser Board Computer funktioniert einfach so.

Je nachdem welche Ursachen wir setzen, was wir erleben, mit wem wir zusammen sind, wird mehr das Herz oder mehr das Ego gefüttert. Und et voila, fertig ist der gemischte Salat.

Gott ist für mich unergründlich aber zumindest da bin ich mir sicher, Gott ist unbegrenzte Kreativität und grenzenloses Potenzial. Darum sind wir es auch, und zwar am Tag und auch in der Nacht. Und wir dürfen frei wählen, weil wir frei sind. Es gibt nichts außerhalb von Gott. Gott ist alles das es gibt. Gott ist Bedingungslosigkeit. Gott ist Güte. Gott ist Milde. Gott ist Tag und Nacht.

Hören wir auf, das Böse in uns abzulehnen

Tag und Nacht existieren also gleichermaßen in uns. Es hilft auch nichts, so zu tun, als wäre man nur ein Sonnenanbeter und ich spreche mich dafür aus, dass wir aufhören damit, so zu tun, als wäre dies notwendig. Sind wir doch einfach ehrlich, schauen wir in uns hinein, heilen wir unsere Fledermausanteile und bitten auch, andere dies zu tun und wenn sie es nicht tun möchten, oder können, dann können und dürfen wir auch dementsprechend Abstand halten.

Lichtarbeiter machen Schattenarbeit

Auch Lichtarbeiter müssen ihre Schattenarbeit tun. Wenn wo Licht gemacht werden muss, dann wohl dort, wo es finster ist.

Ich finde ohnehin, dass der Begriff Lichtarbeiter irreführend ist. Das Wort Licht impliziert für mich die Vorstellung, dass Lichtarbeiter nahezu heilig durch die lichtvollen Sphären schweben müssen, unnahbar perfekt und spirituell sind und sich nur mehr mit Engeln und Lichtwesen unterhalten und dem Bösen höchstens mit Räucherwerk in der Hand begegnen. Aber so ist es nicht.

Der Arbeitsbereich der Lichtarbeiter ist vordergründig dort, wo es finster ist, denn sie wandeln ja die Dunkelheit, im außen und in sich selbst.

Das Böse entsteht aus Angst

Wir können das Böse nur transformieren, wenn wir erkennen, was es ist.

Es ist nur entstanden aus einer Angst heraus, genauer aus der Angst heraus, nicht geliebt zu sein. Ich glaube, das größte Trauma, dass wir Menschen erleben können, ist das von anderen Menschen abgelehnt zu werden und damit gefühlsmäßig aus der Liebe zu fallen, dann kann sich etwas in uns aktivieren, dass man als „böse“ bezeichnet.

Und mit der Angst aus der Liebe zu fallen, beginnt die Illusion. Ich vermute, das ist die Art von Illusion, von der der Kurs in Wundern von Helen Schucman auch immer wieder spricht, was ich aber nie verstanden habe. Man kann eigentlich nie aus der Liebe fallen, nur in der Illusion der Wirklichkeit, in der wir momentan, als eine Person inkarniert sind, ist das scheinbar möglich.

Von der eigenen Mutter nicht geliebt und gar abgelehnt zu werden ist das größte Trauma unter der Sonne

Das Böse nicht ernst nehmen, sondern es entlarven kommt gerade rein. Das boshafte Verhalten anderer sehen, als ihr verletztes inneres Kind, als die Keule, die geschwungen wird, um ihr Ego zu schützen. Jemand anderer verhält sich vielleicht anderen gegenüber gehässig oder abwertend, weil er als Kind von seiner Mutter so behandelt wurde und ihn das in seinem innersten verletzt und zutiefst traumatisiert hat. Er ist als Kind aus der Liebe gefallen, seine Mutter hat ihn angefeindet, ihn nicht geliebt, etwas Schlimmeres gibt es nicht unter dieser Sonne. Die Mutter ist die Quelle für ein Kind, sie ist Gott gleich. Sie ist Nahrung, Zuhause und Liebe, aus ihr kommt es, von ihr wird es genährt. Wenn sich die Mutter gegen das Kind wendet oder es nicht lieben kann, dann ist das Kind aus der Liebe gefallen. Das ganze Universum ist dann aus der Perspektive des Kindes gegen das Kind gerichtet und feindlich, das Urvertrauen und das Vertrauen in ein Leben das einem positiv gesinnt ist, wird nicht ausgebildet. Gott ist bedingungslose Liebe, Eltern sollten sich an diesem Vorbild orientieren. Wenn Kinder nicht richtig geliebt werden, dann erwachen in ihnen nicht alle angelegten Potenziale und Liebespotenziale zum Leben.

Nun wiederholt diese Person dieses Verhalten wiederum in irgendeiner Form, weil sie es durch diese Form der Erziehung, als eine Verhaltensmöglichkeit in ihr Repertoire übernommen hat, und weil sie aus einem Wiederholungszwang heraus handelt um das Geschehene, das oft tief in ihrer Psyche vergraben ist, zu verarbeiten. Und weil sie aufgrund dieser Behandlung in der Kindheit in Verbindung mit karmischen Zusammenhängen selbst sadistische Tendenzen entwickelt hat und nun lieber austeilt als einzustecken. Das sind nur ein paar Gründe und es gibt mit Sicherheit immer nachvollziehbare Gründe bei jedem Menschen.

Wenn wir etwas nicht mit Liebe sehen ist es ein Falschbetrachtung der Realität

Wenn wir etwas nicht mit Liebe sehen, ist es eine Falschbetrachtung der Dinge, eine Verformung der Realität, eine Illusion. Der Kurs in Wundern spricht davon, dass wir entweder aus Liebe oder aus Angst heraus handeln. Man erkennt dies nicht immer auf den ersten Blick, aber wenn man ganz tief schaut, macht es Sinn.

Wir haben Angst vor dem Bösen und schämen uns auch dafür

Das Böse macht uns Angst. Weil Gehässigkeit so weh tut. Wir haben Angst vor dem Bösen in anderen und in uns selbst. Wir schämen uns dafür und lehren dies auch unseren Kindern. Das Böse wird im außen und im innen abgelehnt, man will es nicht haben und doch ist es da. Wenn dann darf das Böse nur im anderen existieren, und dort greifen wir es an, verurteilen es, bekämpfen es und spalten es so gekonnt von uns ab. Wir setzen uns mit diesem Anteil der menschlichen Psyche am liebsten nur auf dem Rücken anderer auseinander. Um dem Bösen Einhalt zu gebieten wäre es notwendig, es in uns selbst zu lieben. Erst dann werden wir handlungsfähig. Wenn wir uns dafür schämen und es nicht sein darf, dann werden wir handlungsunfähig.

Wenn man das Wesen des Bösen versteht, kann man dunkle Anteile in sich selber leichter annehmen und sich dann auch selbstbewusst im außen dagegen aussprechen. Ich nehme an, wenn die Angst davor, dass die eigenen dunklen Anteile entlarvt werden wegfällt, dann kann man ihnen bewusst begegnen und sie auch wandeln. Man kann dann auch zu anderen sagen, „Hei du hast Arschlochanteile in dir und trittst mir damit auf die Füße, ruinierst den Planeten, schikanierst andere, sieh bitte hin und bearbeite das in dir. Wenn jemand keine Verantwortung übernehmen will, dann kann man auch seine Konsequenen ziehen und denjenigen auch in die Schranken weisen. Man könnte so auch Machthaber aus ihren Positionen entlassen oder bestimmte Familienmitglieder nicht mehr treffen.

Das jeder von uns das Böse in sich trägt, bedeutet jetzt nicht, dass wir eines morgens aufwachen und zum Psychopathen werden, die wenigsten Menschen sind so. Es bedeutet einfach, dass wir alle mehr oder weniger traumatisiert sind und der Täuschung des Egos unterliegen, dass uns etwas passieren kann und wir uns verteidigen müssen. Mit dem Fall aus dem Paradies dürfte es angefangen haben und wie man sehen kann, ist sehr viel geschehen bisher.

Wie können wir mit dem Bösen in uns umgehen?

Was können wir tun, wenn wir bei uns selbst im Alltag charakterliche Tendenzen bemerken, die uns selbst und vielleicht auch andere belasten?

Zur Auflockerung und zum eingrooven liste ich mal eine paar auf: Missgunst, Schadenfreude, Arroganz, Hochmut, Egoismus, Ichbezogenheit, Bösartigkeit, Abwertung, Beschämung, Jähzorn, Herrschsucht, Sadistische Züge, Niedertracht, Emotionale Kälte, emotionale taube Stellen, usw.

Als ersten Schritt, ist es wichtig, sich solche Dinge einmal einzugestehen, nach der Erkenntnisreise in diesem Artikel müsste es schon etwas leichter gehen, auch wenn wir es nicht gewöhnt sind das zu tun. Im zweiten Schritt ist es wichtig, diese Tendenzen auch klar mit den richtigen Begriffen wie in der Auflistung zu benennen und somit dingfest zu machen, wie heißt das, was ich da empfinde? Und der nächste Schritt ist die Transformation dieser Gefühle und Verhaltensweisen.

Transformation böser Anteile in uns und was Vorleben damit zu tun haben

Warum Transformation? Weil die Reproduktion des Traumas immer nur zu Leid führt. Empathen sind an dem Punkt angelangt, an dem sie kein Leid mehr verursachen möchten, tun sie es doch, leiden sie selbst. Sie spüren die unmittelbaren Auswirkungen ihres Handelns an sich selbst. Sie sind soweit es heilen zu können und aus diesem Kreislauf auszusteigen. Sie waren wohl lange selbst in diesem Kreislauf von Schuld und Rache zugange. Sie haben genug davon, die Scherben wieder einzusammeln. Sie haben verstanden, was es bedeutet, dass wie ernten, was wie säen und möchten für sich und andere Gutes bewirken. Und trotzdem zwickt da noch der ein oder andere ungemeisterte Schattenanteil, den man nicht haben möchte, weil man ja schon viel „weiter“ sein müsste. Auch sie dürfen da sein, möchten gesehen und geheilt werden. Es gibt nicht nur die Opfer Seite in einem selbst, sondern auch die Täter Seite, die betrachtet und geheilt werden möchte.

Wir sind Opfer und Täter

Auf meiner persönlichen Heilungsreise und mit dem Voranschreiten meiner spirituellen Entwicklung konnte ich bewusst an belastenden Vorleben arbeiten in denen mir einiges mitunter schreckliches wiederfahren ist und dort meine Pflaster aufkleben. Dieser Prozess hat viele Jahre gedauert und ich habe verstanden, welche Situationen und Menschen mit denen ich im jetzigen Leben zu tun hatte auch in diesen Vorleben für mich relevant waren. Heute ist es so, dass alles irgendwo ein Gesamtbild ergibt, ich zwar weiß dass ich die jetzige Person bin, aber alle anderen Personen die ich einmal war trage ich auch in meinem Wesen, meinen Talenten, Anlagen und meinem Herzen.

Das war der Opfer Teil meiner Aufarbeitung.

Irgendwann habe ich dann aber begriffen, dass auch ich selber viel „angestellt“ habe in meinen Vorleben, ich habe einfach Zugriff darauf bekommen und es gesehen. In sehr stark abgemildeter Form habe ich mir Einfärbungen dieser Vorleben in meiner bunten Welt der Persönlichkeit in dieses Leben mitgenommen, aber nicht um unharmonische Tendenzen weiter unreflektiert und unbewusst auszuagieren, sondern um es zu heilen und daüber hinauszuwachsen. Ich habe mich in dieses Leben an genau diesen Ort, mit genau den passenden Menschen inkarniert, die zu meinen noch relevanten und unaufgearbeiteten Themen und Inkarnationen gepasst haben. Ich habe mir selber komplexe Ursachen gesetzt für alles das mich bisher in meinem Leben umgab. Ich habe meinen Innenweg beschritten und meine Heilungsarbeit sehr konsequent und effektiv gemacht.

Ich habe dem Schatten in mir in die Augen gesehen

Ich war erstaunt darüber, was ich in meinen Vorleben so vorgefunden habe. Ich hatte ein paar Jahre lang deswegen auch eine Heilungskrise und bin etwas neben der Spur und immer mit einem Fuß in meinen anderen Personen und Inkarnationen herumgewandelt. Der Artikel entstand vor zwei Jahren aus diesem inneren Prozess heraus. Ich habe in der Zeit Eigenschaften in mir entdeckt, die ich nicht so gerne gesehen habe und gerne einfach sofort loswerden wollte. Ich habe mich deswegen unwert gefühlt, zwiegespalten und hatte Angst, jemand könnte mich entlarven und mich dafür ablehnen. Eine Zeit lang hatte ich auch Angst, was ich alles in mir finden würde. Bevor diese Phase begann, dachte ich, ich sei einfach nur ein „guter Mensch“ und habe dunkle Tendenzen im außen und bei anderen abgelehnt. Erst im Laufe meiner spirituellen Reise stellte ich fest, dass auch ich dunkle Tendenzen in mir trage. Das entspricht auch der aktuellen Zeitqualität diese zu integrieren und beide Pole in sich in Harmonie zu bringen. Mittlerrweile bin ich davon überzeugt, dass wir erst in unsere ganze Kraft kommen, wenn wir beides in uns gemeistert haben, das Licht und den Schatten. Erst dann schöpfen wir aus den Vollen.

Ich habe ganz tief in mich hineingeblickt und wollte wissen, was ich dort finde. Und ich habe ihm in die Augen gesehen. Ich bin dort einigen märchenhaften Archetypen begegnet, darunter der bösen Königin, dem Henker, der alten Vikingerkriegerin und habe noch der ein oder anderen weiteren Figur in meiner Seelenlandschaft einen Besuch abgestattet und mich mit ihnen auseinandergesetzt und ausgesöhnt. Ich bin zeitgleich auch Menschen in meiner jetzigen Inkarnation begegnet, die auch damals in den unterschiedlichen Leben und Konstellationen mit dabei waren. Ich habe alles in die Heilung gebracht, was ich konnte.

Wissen schützt

Ich habe das Böse in dieser Zeit sozusagen studiert, auch anhand medialer Beispiele, es angesehen, erfühlt, hinterfragt.

Ich lehne mich nicht mehr ab für meine Schatten, die mir im Laufe meiner Heilungsreise begegnet sind. Ich habe auf meiner Erkenntnisreise den Ursprung des Bösen verstanden und das hat mich einerseits damit versöhnt und andererseits kann ich mich ihm gegenüber viel selbstbewusster positionieren. Einerseits wurde etwas entscheidendes in mir gesehen und ins richtige Verhältnis gebracht und andererseits, kann ich auch in anderen Menschen erkennen, was in ihnen vorgeht und wie sie gestrickt sind. Ich habe gelernt, hinter die freundlichen Masken zu blicken und kann auch nachvollziehen, was in der Psyche eines narzisstisch geprägten Menschen vor sich geht. Es ist wichtig, sich mit der Thematik zu befassen um einen bewussten Umgang damit haben zu können, sich schützen und auch abgrenzen zu können.

Ich setze mich für die lichtvolle Seite ein und daher ist es mir wichtig, wenn ich Schattenanteile in mir finde, diese auch in die Heilung zu bringen. Ich habe diesen Artikel hier geteilt, weil ich glaube, dass diese Erkenntnisse und Schlussfolgerungen auch für andere Menschen von Wert sein können.

Ich werde bei meinen inneren Prozessen und meiner Transformationsarbeit stets begleitet von der Radionik. Mit ihrer Hilfe können Schattenanteile effektiv betrachtet, eingefangen und ausgeleitet werden. Wenn dich das interessiert, lies dir gerne meinen Blog Beitrag: Radionik Quantec- mein kosmisches Surfboard.

Herzlich, Karoline